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STOLLBERGER ZEITUNG

Hoch zu Ross vom Huthübel zum Geringsberg
Erster erzgebirgischer Pfingstritt in Hormersdorf gestartet - Acht Reiter verbringen sechs Stunden im Sattel und schaffen 50 Kilometer

VON LIANE MAINKA
Hormersdorf. "Da bist du ganz einfach mit dir und der Welt zufrieden." Für Christoph Eismann aus Hormersdorf war dieser erste erzge-birgische Pfingstritt über 50 Kilometer ein Erlebnis voller Harmonie und schöner Erlebnisse. Und eine Herausforderung, die alle acht Reiter zwischen zwölf und 50 Jahren mit Bravour gemeistert haben.
Organisiert vom Hormersdorfer Ferien- und Reiterhof Sittel nahm der Tross die Strecke vom Fuß des nahen Huthübel (587 m) bis zum Geringsberg, der zu Lauter gehört, unter die Hufe. Es ging im Schritt, Trab und Galopp über Berg und Tal nach Dorfchemnitz über Zwönitz hinauf zum Ziegenberg, vorbei am hölzernen Reiter ohne Kopf. Über die Mooshaide (655 m) führte der Weg nach Grünhain zum Balkon des Erzgebirges nach Bernsbach (713 m). Nicht ohne war der steile Abstieg über Beierfeld entlang des


Mit acht arabischen Pferden des Hormersdorfer Reiter- und Ferienhofes Sittel ging es an einem Tag 50 Kilometer durch das Erzgebirge.
-Foro: PRIVAT

Beutelbachs hinunter zum Schwarzwassertal auf etwa 400 m. Über die Hammerbrücke in Schwar-zenberg stieg der Weg nochmal an zum Geringsberg (519 m).
Nach dem dreistündigen Ritt mit kurzen Pausen folgte die zweiein-halbstündige Mittagsrast für Reiter und die Araberpferde, bevor es zurück ging. "Die Stimmung war sehr

gut", so Eismann, dem es gefiel, wie freundliche Pfingstwanderer den Pferdetross bestaunten und wie Bernd und Rene Sittel den Distanzritt im Wechsel verantwortungsvoll führten. Für alle Fälle begleitete Gabriele Sittel die Reiterabteilung per Auto, sie hatte auch das Gepäck an Bord. Allerdings nutzte sie die Straßen, um zu den vereinbarten Punk-

ten zu kommen. Doch ihre Hilfe war kaum nötig: Kein Pflaster wurde gebraucht, kein Lederriemen riss, keines der edlen Pferde lahmte. Nur einige Sackgassen zwangen die Schar zu unerwarteten Umwegen. So lautet Bernd Sitteis Urteil: "Im Landkreis Stollberg sind die Reitwege sehr gut, da können die Schwar-zenberger nicht mithalten."

Ging es nach Christoph Eismann, würde er schon bald wieder für eine größere Strecke in den Sattel steigen. Neben dem Erzgebirge könnte ihn auch Böhmen reizen. Ob erst zu Pfingsten 2005 oder schon im Herbst eine Neuauflage folgt, da haben sich Sitteis noch nicht festgelegt. Dass aber eine Fortsetzung folgt, scheint ziemlich sicher.



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Erschiene am: Mittwoch, 2. Juni 2004
Erschienen in Freiepresse, Stollberger Zeitung
Pferde auf Foto: Die Pferde des Sittelhofs